KIWit-Traineeprogramm

Ein Pilotprojekt der Stiftung Genshagen zur diversitätssensiblen Nachwuchsförderung in BKM-geförderten Kunst- und Kulturinstitutionen

Deutschland ist ein Einwanderungsland, dessen Gesellschaft von Vielfalt geprägt ist. Obwohl immer mehr Kunst- und Kulturinstitutionen sich für die kulturelle Diversität öffnen, wird diese Wirklichkeit in den Einrichtungen noch nicht ausreichend abgebildet. Im Personal der Kulturinstitutionen findet sich nur eine sehr geringe Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Einwanderungsgeschichte.

Ab September 2019 beginnt die Stiftung Genshagen mit einem zehnmonatigen Traineeprogramm, das zum Ziel hat, Menschen mit Einwanderungsgeschichte bei ihrem Berufseinstieg in öffentlich geförderte Kulturinstitutionen zu unterstützen. Neben der Stärkung der Trainees eröffnet das Programm große Chancen für die gastgebende Kulturinstitution: Multiperspektivität wird gefördert, Raum für neue Narrative und andere ästhetische Ausdrucksformen wird geschaffen. Auf lange Sicht wird der Weg bereitet, neue Besucherinnen und Besucher durch ein vielfältigeres Programm anzusprechen.

Das KIWit-Traineeprogramm wird an insgesamt 11 verschiedenen Kulturinstitutionen deutschlandweit umgesetzt. BKM-geförderte Kunst- und Kulturinstitutionen konnten sich als gastgebende Einrichtung bei der Stiftung Genshagen bewerben.

Förderumfang und Termine

Die Arbeitszeit der/des Trainee beträgt 30 Stunden pro Woche und wird auf Mindestlohnbasis vergütet. In Absprache mit der Kulturinstitution und der Stiftung Genshagen besteht für die Trainees außerdem die Möglichkeit, Weiterbildungsangebote wahrzunehmen, um ihre Kompetenzen zu stärken und sich so auf ihre weitere berufliche Laufbahn vorzubereiten.

Das Traineeprogramm wird vom 1. September 2019 bis 30. Juni 2020 dauern.

Rahmenbedingungen für die Kulturinstitutionen

Die Auswahl der Trainees erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Genshagen. Die gastgebenden Kunst- und Kulturinstitutionen stellen den Trainees eine Ansprechperson (bzw. eine Mentorin oder einen Mentor) zur Seite, die diese während des gesamten Traineeprogramms persönlich betreut. Die Stiftung Genshagen begleitet die Trainees sowie deren Mentorinnen und Mentoren aus den beteiligten Kulturinstitutionen über die gesamte Projektlaufzeit hinweg. Eine Auftakt- und Abschlussveranstaltung sowie eine Zwischenauswertung sind in Genshagen geplant. Die Auftaktveranstaltung findet am 29. und 30. August 2019 statt. Für den Erfolg der Bewerbung ist es wichtig, dass die Einrichtungen sicherstellen, die Trainees von Anfang an als gleichberechtigte Mitglieder des Teams zu betrachten. Ein eigener, voll ausgestatteter Arbeitsplatz ist hierfür Grundvoraussetzung. Die sich bewerbenden Einrichtungen sollen eine Grundsensibilität für das Thema Diversität mitbringen. Das heißt, dass bereits auf unterschiedlichen Institutionsebenen eine Auseinandersetzung mit Diversitätsmerkmalen und damit verbundenen Ausschlussmechanismen stattfindet. Die Trainees sollen nicht die Aufgabe der "Diversitätsbeauftragten" in den Kulturinstitutionen übernehmen, sondern darin unterstützt werden, ihren Beruf als Produktionsleiter/in, Kunsthistoriker/in, Kulturmanager/in, darstellende/r Künstler/in, bildende/r Künstler/in etc. in einer öffentlich geförderten Kulturinstitution auszuüben. Das Traineeprogramm stellt somit eine relevante Grundlage für die weitere Beschäftigung in einer Kultureinrichtung dar.

Aktuelle Stellenausschreibungen

Weitere Infos finden Sie hier.

Kontakt: Sophie Boitel, boitel@stiftung-genshagen.de, Tel. 03378 805914

Ein Angebot des KIWit-Partners Stiftung Genshagen